Gekommen, um zu bleiben:

Johanna Schultz ist mit ihrem Geschäft ins neue Kreatviviertel Hamburgs umgezogen – das Oberhafenquartier. Warum man dort dringend mal vorbei schauen sollte, erzählt sie im Interview.

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Vor noch gar nicht allzu langer Zeit habe ich euch hier davon erzählt, dass meine Freundin Johanna Schultz, die ihr Geschäft für Antiquitäten und modernes Design im Hamburger Lehmweg hatte, umgezogen ist: In ihre Elefantenhalle in den Niendorfer Weg.

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Jetzt hat Johanna noch ein Mal die Location gewechselt und verkauft ihr hübschen Dinge zum einen online und im Oberhafenquartier (Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg). Dort entsteht gerade ein sehr spannendes, neues kreatives Viertel in der Hafencity und Johanna konnte sich bei der offiziellen Ausschreibung der Plätze einen sichern.

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Liebe Johanna, ins Oberhafenquartier bist du gekommen, um zu bleiben, oder?

Ja! Die ganzen Umzüge machen mich völlig fertig! Die Leute sind ganz verwirrt, wo ich denn nun bin. Es ist als würde ich versuchen wollen, möglichst nicht gefunden zu werden. Aber jetzt wird Ruhe einkehren, bestimmt! Obwohl das nicht so ganz stimmt, denn ich muss noch einmal innerhalb des Geländes umziehen. Momentan bin ich ganz ganz hinten in einer vorübergehenden Halle, der Teil wird leider abgerissen. In circa einem Jahr wird dann im vorderen Teil, nahe der Oberhafenkantine, ein Hallenabschnitt für mich frei. Der ist renoviert und nicht ganz so abenteuerlich wie der jetzige Abschnitt. Und da bleibe ich dann.

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Wie ist es in dem neuen Kreativ-Viertel, arbeitet es sich da gut und haben sich dort schon weitere kreative Leute angesiedelt? Ist dort wirklich eine gewisse kreative Energie zu spüren oder ist das eher der Wunsch der Stadt?

Das Gelände sprüht geradezu vor Energie. Jeder, der hier vorbeischaut, fragt sich: „Was ist das eigentlich hier?“ Mitten in der Stadt ist dieses Niemandsland, man kann entspannt parken, spazieren gehen und im Sommer ganz wunderbar rumhängen. Die Renovierung der großen Hallen wird leider noch etwas dauern. Bis alles voll ist mit kreativ wirtschaftlichen Nutzungen wird noch viel Zeit ins Land ziehen. Aber dann, denke ich, geht es zu Sache.

Neben Gastronomie und Veranstaltungsflächen, sollen Galerien, Möbeldesigner, Musikstudios, eine Parkour Halle (die Sportart, bei der die über alles drüber springen) und viele weitere Konzepte verwirklicht werden. Es sind aber auch schon Leute vor Ort, zum Beispiel die Hanseatische Materialverwaltung, viele Kulissenbauer und die Schmuckdesignerin Koshi Kira.

Auf dem Gelände laufen immer viele Fotografen herum, um die besondere Atmosphäre festzuhalten. Irgendwann, wenn die Hafencity mit ihren Neubauten wächst, wird das Oberhafenqartier, neben der Speicherstadt, das einzig alte und authentische sein. Das finde ich wirklich schön.

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Welche Shops und Restaurants – was sollte man sich dort in der Ecke, nachdem man bei dir shoppen war, noch anschauen?

Es bietet sich wirklich an, von dort aus einen Bummel durch die Hafencity zu machen, sie ist nur einen Katzensprung entfernt. Andronaco hat dort jetzt aufgemacht, falls man ein Lust auf italienische Lebensmittel hat. Wer die Oberhafenkantine noch nicht kennt, könnte dort ein Mittagessen einplanen. Auch sehr zu empfehlen ist ein Besuch in den Deichtorhallen, alles nur ein paar Minuten entfernt. Auch der Italiener Pane e Tulipani, lohnt sich. Und dann ist man auch schon in der Innenstadt, das ist hier doch recht zentral.
Wer zu Fuß zu mir kommt muss ein kleines bisschen laufen, ich bin ganz hinten auf dem Gelände. Auch das ich dort keine Heizung habe, muss vielleicht erwähnt werden. Es ist alles noch sehr abenteuerlich. Aber ich freu mich sehr auf Besuch!

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Seit kurzem bist du auch Mama eines entzückendes Sohnes – beflügelt dich das zu neuen Projekten? Und wie bekommst du sie unter einen Hut? Klappt das schon gut oder übst du noch?

Oh ja, mein Sohn gibt mir ganz viel Kraft und neue Ideen. Das mit meiner neuen Location ist alles noch sehr frisch, ich bin erst seit Weihnachten drin. Es kann noch so viel gemacht werden, um es größer und toller zu machen. Auch mein Online-Shop macht mir riesig Spaß, ich habe vor, in diesem Jahr noch vie viel mehr dort anzubieten.

Momentan habe ich die wilde Idee, ob ich hier über die warmen Sommermonate ein Pop-up-Café aufbauen sollte. Mitten zwischen vorbei sausenden Zügen den Sonnenuntergang angucken und die Hamburg Skyline geniessen.

Mit meinem Sohn bekomme ich bisher alles sehr gut hin. Er hat mir durch seine unkomplizierte Art sehr viel Kraft und Möglichkeiten gegeben, die neue Location fit zu machen. Ehrlich gesagt bin ich völlig überrascht gewesen, wie einfach das alles war. Ich hatte damit gerechnet, erstmal gar nichts mehr hin zu bekommen. Und wenn ich dann mal wirklich nicht hinterher komme, dann ist das halt so. Meine Prioritäten haben sich jetzt geändert. Ich bin unendlich froh darüber, das es jetzt wichtigeres gibt.

Text – Stefanie Luxat

Fotos – Lennard Stock

5 Comments

  1. Antworten Sarah 19. Januar 2016 um 13:44

    Wow! Richtig tolle Location!
    Falls ich mal wieder in Hamburg bin, werd ich auf jeden Fall in Johannas Geschäft vorbei schauen. :)

  2. Antworten Lilli 19. Januar 2016 um 13:58

    Wo bitte geht’s hier schnellstens nach Hamburg? Werde wohl über online-shop fahren müssen, danke für den coolen Tipp Steffi!

  3. Antworten Heike 21. Januar 2016 um 20:02

    Wir hatten das große Glück bereits im November Johannes neuen „Laden“ bestaunen zu dürfen und fanden die neue Location super spannend. Mein Mann – ein begeisterter Hobbyfotograf – knipste auch laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange, während wir – unser 9jähriger Sohn und ich – lustige Posen einnahmen. Johanna haben wir übrigens über deine Seite „kennengelernt“ und obwohl wir in Bayern wohnen, gibt es hier in unserer Wohnung einige tolle Sachen, die wir von ihr – dank des online Shops – gekauft haben. Mein Sohn fand übrigens den Besuch bei ihr als das schönste, was er in Hamburg erlebt hat!
    Alles Liebe
    Heike

  4. Antworten Tina 21. Januar 2016 um 21:26

    Wenn man auf der Startseite auf den Teaser(?) oben in der Fotoleiste zu diesem Text klickt, landet man noch in Italien :-)

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