Komm se rein, die Haustour:

Heute sind wir exklusiv zu Besuch im frisch eröffneten Büro von Journelles-Fashionbloggerin Jessica Weiß in Berlin.

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Sie gilt als erfolgreichste und bekannteste Modebloggerin Deutschlands: Jessica Weiß hat sich mit gerade mal 27 Jahren schon so professionell in der internationalen Modeszene etabliert, dass ich immer wieder beeindruckt und begeistert bin. Sie strotzt vor Ideen und Mut. Vor sieben Jahren, mit gerade Mal zwanzig, gründete sie zusammen mit einer Freundin den Mode-Blog LesMads und es folgte eine wunderbare Erfolgsgeschichte. Mit der Hilfe von Burda konnten die beiden daraus den erfolgreichsten Modeblog Deutschlands kreieren, inklusive eigenem Buch zum Blog – Modestrecke: Unterwegs mit Les Mads.

2011 verließ Jessie den Blog, um für das Interview Magazin den Online-Autritt zu gestalten und zu verantworten. 2012 gründete sie Journelles – ihr Online-Magazin mit täglichen News aus der Beauty- und Modewelt, das ebenfalls sofort ein großer Erfolg wurde. Das alles passiert nicht einfach so, sie arbeitet hart für ihre Ziele, bleibt dabei aber wunderbar entspannt. Anfang diesen Jahres hat sie sich etwas Neues getraut: ihr erstes eigenes Büro. Eine 115 Quadratmeter-Wohnung im Prenzlauer Berg. Praktischer Weise wohnt sie im gleichen Haus. Weil, und das kann man kaum glauben wenn man ihr bei Instagram folgt und sieht, wie sie wild durch die Weltgeschichte fliegt – sie ist wie sie selber sagt: bewegungsfaul. Dafür sieht es aber schon gut aus in den frisch bezogenen drei Zimmern…

Liebe Jessie, vielen Dank, dass wir schon reinkommen dürfen, obwohl ihr gerade erst eingezogen seid! Wie fühlt sich das an, dass du hier alles selbst gestalten darfst?

Huhu Steffi, kommste rein!  Wir sind noch nicht zu 100 Prozent fertig, aber Einrichten muss man ja bekanntlich peu á peu machen. Ich habe lange davon geträumt und immer vor Augen gehabt, was ich gern hätte  – und was zum Beispiel nicht in die eigenen vier Wände passt. Dann steht man plötzlich in den Räumlichkeiten, in diesem Fall einer Altbauwohnung mit schönem grossen Balkon, und muss sich dauernd zwicken, dass das Home-Office endlich passé ist.

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Kannst du bitte kurz erklären für alle, die keinen blassen Schimmer haben, was eine so erfolgreiche Fashionbloggerin wie du den Tag über alles macht: Wie schaut dein Alltag aus?

Wenn ich in Berlin bin, sitze ich den lieben langen Tag am Rechner und recherchiere, schreibe Artikel, knipse Bilder, kümmere mich um Kooperationen, Jobs, die technische Seite des Blogs, organisiere Termine und Interviews und erledige viel zu viel Schreibtischarbeit! Zwischendurch wird um- oder aufgeräumt, ich bekomme Besuch von Labels und Werbekunden und plane die Woche auf Journelles.

Ist es praktisch, dass du im selben Haus wohnst, wo sich auch deine Büroräume befinden oder hören die Gedanken an die Arbeit so nie auf? Oder kannst du jetzt viel besser abschalten, weil du nicht mehr innerhalb deiner eigenen Wohnung arbeitest?

Fleissig bin ich zwar, aber bewegungstechnisch ein Faulpelz. Insofern sind die zwei Stockwerke zwischen den Wohnungen perfekt und ich kann Arbeit und Privates viel besser trennen! Besonders bin ich doch produktiver als zuvor und arbeite wirklich Dinge ab, als zwischendurch noch mal zu spülen, Wäsche aufzuhängen oder aufzuräumen.

 

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Hast du eine Vision für deine Journelles Maison, wie sie aussehen soll, wenn sie fertig ist? Wie gehst du vor bei der Einrichtung, was ist dir wichtig? Wovon lässt du dich inspirieren?

Ich liebe skandinavisches Design, wie man unschwer erkennen kann, und mag Abwechslung – es wäre schön, von Zeit zu Zeit Kleinigkeiten wie Dekoartikel, Accessoires und Bilder auszutauschen. Ansonsten benötigen wir nun vor allem Stauraum: Schränke, um den ganzen Kram unterzubringen! Inspirieren lasse ich mich auf vielen Interior- und Designblogs. Deinem natürlich auch. Ich glaub, im Flur fehlt noch Kupferkonfetti!

Wo shoppst du am liebsten Einrichtungs- und Dekosachen? Verrätst du deine drei liebsten (Online-) Shops?

Bei minimum habe ich den Großteil der Einrichtung gekauft. Sie haben Marken wie Muuto, vitra, Hay, Eiermann. Mein Liebling! Ausserdem mag ich artvoll (z.B. ferm living), Lys Vintage und für Poster von Jewels and Graphics.

Wie triffst du eigentlich solche Entscheidungen wie zum Beispiel eigene Büroräume zu beziehen? Woher holst du dir den Mut, wer berät dich, hast du einen Mentor oder machst du das alles mit dir alleine aus?

Im letzten Jahr habe ich am Aufbau von Journelles gearbeitet und musste mir in vielen Momenten die Frage stellen: Mach ich das jetzt? Lohnt sich das? Letztlich hat mein Bauchgefühl über alles entschieden und darauf vertraue ich immer. Bei wichtigen Entscheidungen frage ich natürlich noch meinen Freund oder meine Familie um Rat. Mein Leitspruch ist irgendwann gewesen: Ohne Investition keine Expansion! Und der erste Schritt war daher das Büro – übrigens ein Glücksgriff, denn ich habe zufällig vom Auszug der Vormieter erfahren, überlegt, wer gerade eine Wohnung sucht und dachte dann: Hhmm, das wär’s doch, das erste Office! Und dann kurz gerechnet, gezittert und gedacht: Machen, Punkt.

 

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Du teilst dir die Räume mit Schmuckdesignerin und Autorin Alexa von Heyden. Habt ihr wie in einer WG früher ein paar Regeln fürs Zusammenarbeiten vorher aufgestellt oder handelt ihr nach dem Prinzip trial & error?

Alexa war natürlich auch einer der Beweggründe, das Büro zu mieten, denn ohne eine Partnerin wäre es nicht möglich gewesen. Sie schreibt auch für Journelles, verkauft wunderbaren Schmuck via vonhey und wir hatten schon häufig über Synergien und gemeinsame Räume nachgedacht. Ist ein echtes Wunder, dass zeitlich alles hingehauen hat! Wir haben keine Regeln, entscheiden alles gemeinsam und es klappt bislang super – mal sehen, wann ich ihr auf die Nerven gehe!

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Was sind deine happy things am Arbeitsplatz, wohin schaust du gern, wenn es gerade mal nicht so läuft und was hast du gern um dich, was versetzt dich in eine gute Stimmung beim Arbeiten?

Ganz klar: Ordnung! Wenn es unordentlich ist, glaubt mein Hirn, es könne nicht vernünftig arbeiten. Deshalb bin ich immer happy, wenn alles hübsch sortiert ist und bestenfalls überall frische Blumen stehen.

 

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Was muss immer da sein und was ist hier strikt verboten?

Ich glaub, wir haben zu wenig Regeln im Journelles Headquarter!

So, jetzt wollen wir dich aber auch nicht länger von der Arbeit abhalten. Lieben Dank für deine Zeit!

Schön war’s, lieben Dank!

[herz steffi mitte]

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Woher ist was?

Raum 1: Schreibtische von Ikea, Kupferlampe von Bolia, Garderobe Weiss von Ikea, Bügel von Hay. Tapete aus Marmor von ferm living. Acapulco Chair und schwarzes Sideboard von usm via minimum. Die rosa Hay-Ecke: Tisch DSM, Vasen von House Doctor, Boxen von Hay und Print von Wood Wood.
Raum 2: Alexas Arbeitsplatz, an dem sie ihre vonhey-Armbänder herstellt! Der Tisch ist von Ikea, das Plakat von hellopetersen.
Raum 3: Konferenztisch von Hay, Eames Stühle.

„Picknick“-Ecke mit Lampe von Lillly Berlin, Teppich alt aus Griechenland, Tischen Hay, Kissen von Exil, Bild von meiner Schwiegermama.

Bei den Ikea-Kakteen steht zum einen ein personalisierter Panda-Print von der Agentur Bold, das andere Sprüchlein ist von Jeweils & Graphics!

Im Flur hängt die vitra Garderobe.

Fotocredit: Jessica Weiß/ Journelles

16 Comments

  1. Antworten Christiane 6. Februar 2014 um 09:52

    WOW…..ich bin beeindruckt !
    Und freue mich über neue““ Online-Shop-Tipps „“ DANKE
    Hab einen schönen Tag
    Christiane

  2. Antworten Pepe 6. Februar 2014 um 09:55

    Gratulation! Ein wirklich sehr inspirierendes Interview und riesen Dank dafür. Das ist genau der Punkt, an dem ich auch stehe. Jetzt werde ich mal Augen und Ohren offen halten, ob bei mir auch demnächst eine kleine Wohnung frei wird…. :))

    Viel Spaß und Erfolg im neuen Office!

    Pepe

  3. Antworten Tina 6. Februar 2014 um 09:58

    So so schön! Besonders gefallen mir die Lampen über den Konferenztisch. Wo bekommt man die?

  4. Antworten Angela - designhaus no.9 6. Februar 2014 um 10:00

    Wunderschöne Räume um mit Spass und Erfolg zu arbeiten. Gefällt mir! Ich bin gerade dabei die Idee eines eigenen Büros sacken zu lassen. Konnte mich noch nicht dafür entscheiden. Daher: super und alles Gute!

  5. Antworten Jenny 6. Februar 2014 um 10:21

    Hach, in so einem Büro kann man sich nur wohl fühlen! Es ist genau nach meinem Geschmack eingerichtet! Danke Steffi und Jessi für die Einblicke!

  6. Antworten Kaddi 6. Februar 2014 um 11:26

    Hallo Steffi,
    wow! Eine tolle Wohnung hat Alexa da! Ich finde den Stil sehr schön, vor allem, weil er nordisch bunt und nicht nur skandinavisch schwarz-weiß ist. Man sieht die Bilder und fühlt sich direkt wohl! Eine schöne Inspiration.

    Liebe Grüße von Kaddi

  7. Antworten Tammy 6. Februar 2014 um 11:38

    Sieht ganz toll aus, so ein Büro hätte ich auch gerne!!! Und der Tipp mit Jeweils & Graphics ist genial!!!! Steffi magst Du nicht auch mal ein paar hübsche Drucke vorstellen, außer Deinem wunderbaren Blabla?!

  8. Antworten lykke 6. Februar 2014 um 13:37

    sehr schickes büro und so viel platz! und danke für den bericht (auch wenn man als täglicher journelles-leser schon den einen oder anderen einblick geniessen durfte …) schöne grüße!

  9. Antworten Sandra von 3-ZKB 6. Februar 2014 um 14:58

    Schönes Office, so macht der Arbeitstag doch Laune! Danke für das Interview und Jessica weiterhin viel Erfolg!

  10. Antworten Sophie 6. Februar 2014 um 16:59

    Das Büro ist so schön und harmonisch gestaltet, dass man richtig Lust bekommt, dort zu arbeiten. Sehr, sehr schick!

  11. Antworten Maria 6. Februar 2014 um 20:50

    Das sieht richtig toll aus, so schön hell und harmonisch.

  12. Antworten MiME 7. Februar 2014 um 10:40

    Ein Traum!!! Irre schönes Office! Liebe Grüße und schönes Wochenende …MiME

  13. Antworten Sandra 7. Februar 2014 um 18:49

    Sehr, sehr schön…. und ein bisschen off topic, aber die Armbanduhr ist toll. Was ist das für eine?

  14. Antworten Sarah 8. Februar 2014 um 10:00

    Die Uhr hat´s mir auch angetan. Würdest du verraten wo die her ist? 🙂

  15. Antworten Karola 21. Februar 2014 um 18:37

    Oh mann den weißen Schreibtisch gibt’s bei IKEA? Und ich hab mir gerade einen bei kolonialmoebel24 bestellt, weil ich bei IKEA nicht fündig wurde. Den hab ich wohl übersehen, aber jetzt ist es zu spät. :/
    Tolles Office und sehr interessantes Interview jedenfalls!!
    Der Spruch „C’est la fucking vie“ ist genial… werd gleich mal suchen, wo’s den zu kaufen gibt 🙂
    LG

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