Hui. Wat hab ich mich gefreut auf diese tollen Cupcakes. Da wurden großartige Erinnerungen an ein wildes Wochenende in New York wach (also früher, als ich noch kinderlos und schürzenlos...

Heute in der Cupcake-Kolumne von Jeanny: ein Hauch New York und Chocolate Salted-Caramel Mini Cupcakes

Hui. Wat hab ich mich gefreut auf diese tollen Cupcakes. Da wurden großartige Erinnerungen an ein wildes Wochenende in New York wach (also früher, als ich noch kinderlos und schürzenlos war, habe ich – ja – Fernreisen unternommen. Man stelle sich nur vor…). In der Bäckerei „Baked NYC“ gibt es einen Kuchen, der mir nur beim Gedanken die Augen schließen und mich in den Central Park träumen lässt: der „Sweet and Salty“, der viele viele Preise einheimste. Ein Schokoladenkuchen aus dunkler Schokolade mit salziger Caramel-Füllung, herrlichem Caramel-Schokoladenganache-Topping und Fleur de Sel-Berieselung. Nie im Traum wäre ich je darauf gekommen, so etwas mal nachzubacken, der Kuchen ist zu grandios, aber hier ist die Abwandlung des Ganzen. In Form von Minicupcakes, die man HAPS einfach so zuhause machen und sich peu a peu hinter die Kiemen werfen kann.

Aber ich bin ein Punk. Wie unschwer auf meinem Schürzenfoto der wundervollen Jessica Preuhs zu sehen ist. Ein Cupcake-Punk. Am Originalrezept von Frau Stewart fehlte mir die Butter in der selbstgemachten salzigen Caramel-Sauce, drum habe ich sie einfach abgewandelt und zwei Esslöffel Butter mit eingebaut. Caramel ohne Butter…..tzzzz…. die selbstgemachte Caramelsauce schmeckt so herrlich. Die Kombination aus Butter, süßem Caramel und Fleur de Sel reißt mich wie ein Feuerwerk der Genüsse vom Sofa. ich werde sie jetzt mittwöchlich zu Eis servieren. Kurz vor dem Servieren über meine Lieblings-Schokoladentarte geben. Über Apfelkuchen. Pancakes…sky is the limit für selbstgemachte Caramelsaucen.

Die Cupcake-Variante des Traumkuchens besteht aus einem Schokoladenküchlein, das ausgehöhlt, mit salziger Caramel-Sauce gefüllt, mit Fleur de Sel beseelt und dann mit Schokoladenfrosting getoppt wird. Für Eure Gäste garantiert ein Cupcake mit hohem Überraschungseffekt.
Los geht es. Und bitte nicht von den vielen Zutaten abschrecken lassen. Alles easy.

Rezept (für ca. 56 MINI-Cupcakes aus der Mini-Muffin-Form)
Für die Cupcakes:
180g Mehl
85g Kakao zum Backen
300g Zucker
1 1/2 TL Natron
3/4 TL Backpulver
3/4 TL Salz
2 große Eier
180ml Buttermilch
3 EL Pflanzenöl
etwas Vanilleextrakt
160ml warmes Wasser

Für das salzige Caramel:

115g Zucker
1 El heller Sirup (z.B. von Grafschafter)
3 EL Wasser
80ml Sahne
2 EL Butter
1/2 TL Fleur de Sel

Für das Frosting
60g Kakaopulver zum Backen
120ml kochendes Wasser
510g Butter, zimmerwarm
85g Puderzucker gesiebt
1/4 TL Salz
680g hochwertige Halbbitterschokolade, geschmolzen und abgekühlt

1.) Ofen auf 175 Grad C° vorheizen. Minimuffin-Form mit Minimuffinförmchen auskleiden. Mehl, Kakao, Zucker, Natron, Backpulver und Salz gut mischen. Eier, Buttermilch, Öl, Vanillearoma und Wasser hinzufügen und mit dem Mixer langsam verrühren, und zwar nur so lange, bis alles gut vermischt ist.
2.) Teig in die Förmchen verteilen, je zu ca. 2/3 füllen. Etwa 15 Minuten lang backen (Stäbchen, Stäbchen, Stäbchen), dann aus dem Ofen nehmen und die Cupcakes noch 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann auf einem Gitter erkalten lassen.
3.) Caramelsauce zubereiten: Zucker, Sirup und Wasser in einen Topf geben und so lange unter Rühren bei geringer Temperatur erhitzen, bis der Zucker aufgelöst ist. Dann auf mittlere Temperatur hochfeuern und so lange OHNE RÜHREN köcheln lassen, bis die Masse golden wird. (Auf keinen Fall braun. Das wäre zu spät). Dauert ca. 8 Minuten. Topf von der Platte ziehen und Sahne einrühren (das wird brodeln und ist OK so). Butter und Fleur de Sel einrühren.
4.)Mit einem Messer, Melonenkugelformer oder was auch immer ein konisches (oder komisches) Stück aus dem Cupcake höhlen und 1-2 Teelöffel warmes Caramel einfüllen. Mit etwas Fleur de Sel bestreuen.


5.) Frosting herstellen: Kakao und kochendes Wasser mischen, bis der Kakao „verschwunden“ ist. Butter, Puderzucker und Salz mit dem Mixer aufschlagen, bis es schaumig ist. Langsam abgekühlte Schokolade unterrühren, dann die Kakaomischung.
6.) Frosting mit einem Spritzbeutel oder einem aufgeschnittenen Plastikbeutel auf die Cupcakes geben und ebenfalls mit etwas Salz bestreuen.
Am besten erst an dem Tag befüllen und toppen, an dem die teuflisch guten Backteilchen serviert werden und bei Raumtemperatur lagern, nicht im Kühlschrank. Sagt die Frau Stewart. Und ich glaube ihr.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Backen. Oder Herbstblätter sammeln. Oder letzte Sonnenstrahlen tanken.

All the love in the universe,
Jeanny

24 Comments

  1. Antworten Hedi 24. September 2010 um 09:33

    ich habe das spontane dringende Bedürfnis, in Karamell zu baden. Wonderful, Frau H.!

  2. Antworten Bianca aus Appellund 24. September 2010 um 09:37

    OMG!!!Allein beim lesen läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen 🙂
    Leider habe ich nur die gaaanz normale Muffinform, mit 12er Mulde, darauf läßt sich das Rezept wohl nicht anwenden,gell?

    Liebe Grüße,Bianca

    • Antworten Virginia 24. September 2010 um 09:59

      hallo bianca! ich denke, die könnten auch in großer form gelingen. die backzeit wird hier einfach länger sein. kann ja nicht viel passieren, einfach 20-25 minuten backen, dann stäbchen rein, ob sie schon gut sind. praktisch hier ja auch: da passt eine menge caramel rein, in so einen großen cupcake :))))))))

      viel spaß beim nachbacken.
      ich kugel mich mal wieder auf die couch.

      schönes wochenende, j

  3. Antworten nike 24. September 2010 um 09:46

    wow – wow – wow, ich sabber auch schon!
    i LOVE – schoki & salz! 🙂
    das ist nach meinem urlaub definitiv das nächste rezept für den muffin monday. da freu ich mich jetzt schon drauf. allerdings brauch ich dann wohl auch noch eine minimuffinform – ist sowieso längst überfällig! 🙂
    ein zauberhaftes wochenende
    nike

    • Antworten Virginia 24. September 2010 um 10:01

      hallo nike, ich habe mir die miniform mal gekauft für einen kindergeburtstag, als little H. noch ganz mini war. ich finde es – gelinde gesagt – eine riesen schweinerei, weil das einfüllen klecksiger ist als bei großen cupcakeformen. aber mei. sei’s drum. das ergebnis zählt.
      schönen urlaub dir!
      j

  4. Antworten Lies von Lott 24. September 2010 um 10:28

    Der Teller ist ungemein schön und am liebsten würde ich mich jetzt bei Ihnen zum Kaffee einladen, aber mein Tagesplan sieht vor, dass ich einen Desserttag in München mache.

    Das ist auch nett, nur wahrscheinlich ohne so nette Teller.

    • Antworten Virginia 24. September 2010 um 11:53

      desserttag in münchen? ich bin dabei. solange keine rosinen im spiel sind. dann müsste ich sofort absagen 🙂
      teller: pip studio. heimlich bestellt. der gatte hat es nicht wirklich bemerkt. männer!!!!

      lieben gruß, j

  5. Antworten Frau Nilsson 24. September 2010 um 10:33

    Hallo! Mir läuft hier auch schon das Wasser im Mund zusammen! Nach dem Umzug werden die mal getestet. Herr Nilsson wird sich freuen, der steht total auf die Kombi Schokolade/Karamel.
    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende!

  6. Antworten Fee 24. September 2010 um 11:19

    Ich habe immer gleich Angst wenn es gefühlt zu kompliziert wird :)! Deswegen wurden hier noch nie gefüllte Cupcakes und co. gebacken. Und vor zuviel Salz in Kuchen habe ich auch Angst. Man, bin ich ein Schisser… Aber gut siehts aus!

    • Antworten Virginia 24. September 2010 um 11:52

      ich gebe hier an dieser stelle zu: ich bin auch ein schisser. ein RIESENschisser. rezepte mit hefe oder gelatine umgehe ich WEITLÄUFIG. aber die hier: dauern zwar etwas (ich persönlich habe meinen sohn zum caramel-einfüllen eingespannt), sind aber easy. trau dich 🙂

  7. Antworten nina 24. September 2010 um 11:36

    680 gramm schokolade – wow, nicht schlecht!! aber das ergebnis sieht einfach zu köstlich aus. rutscht ruckizucki auf meine to-bake-liste 🙂

    • Antworten Virginia 24. September 2010 um 19:34

      🙂 hab ich auch schon gesehen. hammer, gell? sweet paul ist mein held 🙂

      • julie 24. September 2010 um 20:31

        meiner auch 🙂 und egal ob in mini oder groß, das muss gebacken werden… und salzige caramelsauce MIT butter finde ich auch seit kurzem unwerfend und man kann wirklich alles damit begießen.. oder pur essen und drin baden finde ich auch ne gute idee! schönes wochenende

  8. Antworten Frank 25. September 2010 um 18:25

    Sieht super lecker aus, besonders der Caramel, dazu würde sich unser mildes Fleur de Sel bestimmt bestens eignen. Fand das Rezept auch so amüsant und nett geschrieben, dass ich es auf unserer Seite http://www.fleur-de-sel-kampagne.de verlinkt haben. Weiter viel Erfolg und Spaß..

  9. Antworten Linda aus Aachen 27. September 2010 um 10:26

    gebacken und für unfassbar lecker befunden. Und die Caramelsoße: da bleibt nur zu sagen Ohhhhh…hmmmmm! Liebe Virgina und Steffi es ist einfach köstlich. @Steffi: Mit der Hochzeitstorte gehts voran. Am Freitag müsseb die Experimente beendet sein und die Torte stehen. Habe die Kollegen als Testesser genutzt und die sind alle schon dick und rund gemampft…

    • Antworten Virginia 27. September 2010 um 16:54

      ich würde auch wirklich gerne mal eine torte erfinden, von der man nicht dick und rund wird, sondern rank und schlank und schön und glamourös. so für bad hair days 🙂

      schön zu hören, daß Dir die cupcakes schmecken : )

      j

  10. Antworten Marie 30. September 2010 um 18:33

    Bin ein großer Fan Deiner Kolumne,
    Bin ja sooo gespannt was es morgen leckeres gibt.
    Schöne Grüße an die Backfee

  11. Antworten Jana 4. April 2011 um 11:50

    So, endlich nachgebacken. Danke für dieses Rezept, die Freunde waren begeistert 🙂
    Zu den Mengenangaben: Von dem Schokotopping habe ich mindestens die Hälfte übrig, die Karamellsauce hätte ruhig doppelt soviel sein können. Hinzukommt, dass sie – obwohl etwas abgekühlt – fast komplett in den Teig sickerte und nicht in meiner mühevoll ausgestochenen Mulde verweilen mochte 😉 Is it just me… oder soll das so? 🙂
    Egal, ich wollt gar nicht meckern, denn es hat so oder so ganz fabelhaft geschmeckt!
    Liebe Grüße

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