Die DIY-Kolumne von Andrea Potocki:

Heute: Ein Mobile mit fliegenden Kegeln für Groß und Klein.

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Ich sitze hier in Berlin ziemlich nah am wohl best-sortiertesten Kreativbedarf des Landes. Viel zu selten laufe ich in aller Ruhe durch die Reihen und lasse mich von all den Farben, Formen und Materialien inspirieren, denn oft habe ich meine Kinder im Schlepptau und vor allem meine Kleinste findet es gerade wunderbar witzig, Verstecken an genau diesen Orten mit unzähligen Regalreihen zu spielen. Da waren die Zeiten mit Baby auf dem Arm ein echter Entspannungsurlaub für die Nerven. Threenagers sind der Brüller!

Gut, dass mich neulich nicht nur mein Threenager hinter einem Regal angrinste, sondern gleichzeitig auch noch ein Produkt namens Lochkarton, das ich sonst vielleicht verpasst hätte. So läuft das also mit der Inspiration bei mir – falls ihr euch das schon gefragt habt. Kurz befühlt hatte der Lochkarton das Spiel gewonnen und mit ein paar gerollten Bögen in der Tragetasche und einer Idee im Kopf ging’s Richtung Spielplatz.

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Entstanden ist dann, an einem ruhigen Vormittag, ein Design-Stückchen für unser Wohnzimmer, das sich aber auch ganz fabelhaft im Kinderzimmer über dem Babybettchen machen würde, oder Steffi? Denn der Clou an den schlichten weißen Kegeln entdeckt ihr im Inneren. Dort sind sie nämlich schön farbig und schlängeln sich dann brav aufgereiht in einer weichen Welle bis zur Zimmerdecke. Da kann man ja nur fröhlich glucksend drunter liegen und sich von der Harmonie einlullen lassen, oder?

Der Zeitaufwand für das Gestalten des Mobiles ist überschaubar –  ich selber falte und schneide unglaublich gerne abends, während ich nebenher amerikanische Lieblingsserien schaue. Oder seid ihr Tatort-Kandidaten? Ich verspreche: An einem Sonntagabend habt ihr alle Teile ausgeschnitten und aufgehängt!

Viel Spaß beim Sprühen, Schneiden, Kleben und Hängen und bis zum nächsten Mal hier bei OhhhMhhh!

 

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Materialien

Lochkarton Hochweiß aus Fotokarton, 300 g/m² – ich habe 3 Bögen benötigt
Acrylsprühfarbe – ich habe die Farbtöne Denim Light, Mt. Everest, Malachite Light, Malachite Dark und Fjord verwendet
– Zeitungspapier als Unterlage
Schablone Kegel
– Cuttermesser und Schneideunterlage
– Leim
Wattekugeln ø 8,5 mm
– weißes Polyester Nähgarn
– Nadel
– Schere
– weiß lackierter Stahlring als Aufhängung – ich habe einen Ring ø 30 cm verwendet
– Bleistift
– ggf. Maßband

 

So geht’s

Für den zauberhaften Effekt, dass das Mobile von der Seite betrachtet schlicht weiß erscheint, aber von unten in Farbe erstrahlt, wird je ein halber Bogen Lochkarton einseitig mit Acrylfarbe besprüht. Hierfür arbeitet ihr am besten im Freien und legt großflächig Zeitungspapier unter den Lochkarton. Die Sprühflaschen müssen gut geschüttelt werden! Das tolle an der Acrylsprühfarbe ist, dass sie schon nach wenigen Minuten angetrocknet ist. Lasst die Lochkartonbögen aber trotzdem noch für weitere 30 Minuten trocknen und auslüften.

Übertragt mit Hilfe der Schablone, die ihr hier herunterladen und ausdrucken könnt, die Kegel auf die einseitig farbigen Bögen und schneidet sie mit einer Schere aus. Ich habe von jeder Farbe vier Stück zugeschnitten, um insgesamt 20 Kegel am Mobile hängen zu haben. Um die Kegel zu schließen, eignet sich Leim hervorragend – er benötigt zwar einen Moment zum Trocken, klebt aber bombig. Wascht zwischendurch eure Hände, sonst hinterlasst ihr versehentlich Klebespuren auf den Kegeln, da der Leim durch die Löcher fließt. Entfernt überschüssigen Leim mit einem Papiertuch – keine Sorge die verbliebenen Leimspuren härten transparent aus.

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Fädelt nun mit Hilfe der Nadel eine Wattekugel auf ein ausreichend langes Stück Garn und knotet sie mit einem Doppelknoten am Ende des Fadens fest. Stecht nun von unten mit der Nadel durch die Spitze des Papierkegels und zieht das Garn hindurch, bis die festgeknotete Wattekugel stabil im Inneren des Kegels sitzt. Diesen Arbeitsschritt wiederholt ihr mit allen Kegeln und könnt dann beginnen die Kegel am, zuvor an 3 Garnstücken aufgehängten, Stahlring zu verteilen und festzuknoten.

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Um eine ganz exakte Spirale zu gestalten solltet ihr mit einem Maßband den Umfang des Stahlringes messen und dann durch 20 teilen. Mit einem Bleistift markiert ihr euch die 20 Punkte. Beginnt mit dem kürzesten Kegel und arbeitet euch bis zum längsten vor.
Vielleicht findet ihr aber auch eine ganz andere Art der Aufhängung schön? Ich bin gespannt!

Andrea

Idee und Umsetzung WLKMNDYS

Produktfotos und Styling JACOB | REISCHEL, Anleitungsbilder WLKMNDYS

2 Comments

  1. Antworten Karina 17. März 2016 um 10:49

    Oh, das find ich super! Sieht klasse aus, mal was anderes als die meisten Mobiles. Und der Arbeitsaufwand scheint echt überschaubar zu sein. Danke für dieses DIY, liebe Steffi! Und liebe Andrea. 🙂
    LG Karina

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