Komm se rein, die Haustour:

Hereinspaziert in die Berliner Wohnung der Our Food Stories-Blogger Laura und Nora. Plus: Ein Gespräch über das Thema Ordnung. Warum sie eine Nervensäge ist und doch oft gut tut.

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Also ich habe ja schon ein Faible für Ordnung in der Wohnung, aber ihr scheint mich noch mal um Längen zu schlagen – sieht das wirklich immer so bei euch aus oder habt ihr es nur schnell  für die Fotos aufgeräumt?

Das hören wir von vielen, die auf den ersten Blick unsere Wohnung sehen. Aber eigentlich sind wir gar nicht so ordentlich, sondern vielleicht eher minimalistisch. Wir haben einfach viel zu wenig Sachen, um Unordnung entstehen zu lassen.

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Eure Küche kann unmöglich immer so aussehen. Schließlich zaubert ihr ständig Köstlichkeiten für euren schönen Foodblog Our Food Stories. Oder gehört ihr etwa zu der seltenen Spezies: saubere Bäckerinnen & Köchinnen?

Schön wär’s! Unsere Küche versinkt regelmäßig im Chaos. Allerdings ist das nicht die Küche, die man auf den Fotos sieht. Wir haben unser Studio in Brandenburg, in der Nähe von Berlin und dort entstehen auch all die Leckereien und Fotos für den Blog. Allerdings haben wir natürlich den Vorteil, dass wir als Team arbeiten. Wenn Nora kocht und bäckt, kann ich nebenbei schon mal das Gröbste beseitigen.

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Was liebt ihr an der Ordnung so?

Man kann einfach viel besser arbeiten, wenn kein Chaos herrscht (nicht zu verwechseln mit kreativem Chaos). Aber Abwaschberge vom Vortag kurbeln die Kreativität sicherlich nicht an. Und da wir einige Tage unter der Woche auch die ganzen organisatorischen Sachen – wie Emails beantworten, Shootings planen und neue Rezepte entwickeln – von zu Hause aus erledigen, tut es gut in einer aufgeräumten Atmosphäre zu arbeiten.

Und was hasst ihr an ihr?

Abwaschen und das Aufräumen nach großen Shootings.

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Was macht Unordnung mit euch?

Wie gesagt, in unserer Wohnung kommt schwer Unordnung auf, weil wir dafür viel zu minimalistisch sind. Aber Unordnung am Arbeitsplatz lässt einen auf jeden Fall unruhig werden und lenkt ab.

Wenn mir manchmal alles zu viel wird, räum ich erstmal auf. Bring äußerlich alles in Ordnung und parallel sortiert sich auch alles wieder im Kopf. Kennt ihr das?

Ich glaub, ich weiß was du meinst, aber wir gehen in solchen Situationen am liebsten spazieren, machen Sport oder entfliehen in die Natur. Wenn man alles in Bewegung bringt, lösen sich manche Dinge wunderbar auf.

Stimmt, das hilft auch. Wann ist euch denn besonders nach Aufräumen zumute?

Am liebsten nie. Aber nicht drum rum kommt man nach einem Food-Fotoshooting. Danach siehts oft aus als hätte eine Bombe eingeschlagen.

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Und dann gibt es Tage, da versinken wir im Chaos und es macht mir nicht die Bohne was aus. Kommt euch das bekannt vor?

Manchmal schon. Zum Beispiel an Tagen an denen wir frei haben, was in der Tat relativ selten vorkommt. Aber da kann der Abwasch dann auch mal einen halben Tag stehen bleiben, wenn man Zeit hat.

Wann ist denn für euch alles in Ordnung?

Du meinst rein metaphorisch gesehen? Wenn wir glücklich sind.

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Irgendwie hat das Thema Ordnung kein gutes Image, oder?

Nicht unbedingt. Jedenfalls haben wir da noch keine negative Erfahrung gemacht. Vielleicht ist das eher noch bei Jugendlichen der Fall, wenn Ordnung mit spießig sein gleich gesetzt wird?

Sind alle Ordnungsliebhaber Kontrollfreaks?

Alle sicherlich nicht.

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Was braucht man zum unordentlich sein?

Viele Sachen und Möbel.

Wann ist es zu ordentlich? Im eigenen Zuhause und da, wo man manchmal zu Gast ist?

Wir waren bisher (zum Glück) noch nie bei jemandem zu Gast, wo es zu ordentlich war. Uns ist Ordnung fernab des eigenen Arbeitsraumes auch total unwichtig. Wichtiger ist doch, dass man gastfreundschaftlich aufgenommen wird, eine gute Atmosphäre herrscht und man sich eben wohl fühlt.

Genau! Vielen Dank für den schönen Einblick in euer Leben.

[herz steffi mitte]

15 Comments

  1. Antworten Angela - designhaus no.9 7. März 2015 um 14:49

    Ohh, das spricht mich an. Denn auch bei uns gibt es zu wenig Einrichtungsmaterial, um große Unordnung aufkommen zu lassen. Und es stimmt, Aufräumen macht den Kopf frei. Ich muss vor jeder neuen Design-Aufgabe auch erst mal klar Schiff machen, um innerlich geordnet zu starten.

  2. Antworten Meike 7. März 2015 um 15:27

    Eine tolle Wohnung und auch schön ordentlich 😉
    Der Teppich vor dem Sofa wurde aber doch bestimmt extra für den Shoot dort ausgelegt. Der hat ja noch diese krassen „neu“ Falten aus dem Laden. Das lässt vermuten, dass es im „normalen“ Leben dort eben auch anders aussieht…
    Wie auch immer… Diese Blogger-Homestories sind immer wieder eine schöne Inspiration.

  3. Antworten Stefanie von Schön & Gut 7. März 2015 um 15:31

    Am schwierigsten ist es, den Spagat zwischen „wow – bei euch ist es schick und aufgeräumt“ und „ich liebe es, dass ich mich trotzdem was anfassen traue“ zu schaffen.
    Weil eine sterile Umgebung wünsche ich mir nur im OP-Saal. Und da möchte ich mich nicht gemütlich niederlassen und Chips futtern, sondern nur schnellstmöglich wieder raus.
    Daher: Ordentlich und sauber – aber bitte immer gemütlich!
    Und gemütlich sieht es bei Nora und Laura definitiv aus.

    Liebe Grüße,
    Stefanie

  4. Antworten Reni 7. März 2015 um 16:18

    Oooooohh, woher sind denn die wunderhübschen Möbel in der Wohnung?
    Wir ziehen gerade um und besonders das Küchenregal + Tisch und der Schreibtisch und ach… einmal alles bitte 🙂
    Würdest du das in Erfahrung bringen können liebe Steffi?
    Geherzt. Reni

    • Antworten Our Food Stories 9. März 2015 um 15:13

      Danke Dir liebe Reni!
      Das Küchen Regal ist von Hay und heißt „Woody“ . Da Gestell vom Schreibtisch ist ebenfalls von Hay, die Platte von Modulor und der Küchentisch ist von Ikea.
      Ansonsten können wir Dir noch Menu (Regal im Wohnzimmer) und Frama Cph (goldene LAmpe im Wohnzimmer, Hocker in der Küche) empfehlen.
      Liebe Grüße!

  5. Antworten nadine 7. März 2015 um 17:07

    ich finde die einrichtung echt schön und das minimalismusprinzip spricht mich auch sehr an, aber irgendwie sieht alles so gleichzeitig gekauft aus und ich frage mich wie das funktioniert. neue leere wohnung und die chance genutzt nur nach aktuellem geschmack zu kaufen? gebt ihr alte sachen konsequent weg? legt ihr euch einmal auf bestimmte sachen fest und bleibt dann dabei? kauft ihr dann bilderrahmen und sowas im voraus um das konzept durchzuhalten? Oder ist die Wohnung dann einfach „fertig“?
    ich nehme bei jedem umzug die herzstücke mit und die wohnung wächst dann immer weiter. und auch wenn ich es toll finde, wenn das geschirr zusammenpasst, erbeute ich zwischendurch doch immer wieder etwas neues, das dann aus dem rahmen fällt. es interessiert mich wirklich, wie man diese entscheidung trifft: das wird es und dann ist gut.

  6. Antworten caro 8. März 2015 um 11:29

    Sehr hübsch, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu wenig persönlich!

  7. Antworten Leaa 8. März 2015 um 16:57

    Heii, dein Blog ist richtig toll! Ich bin über den Artikel in „Mein Eigenheim“ auf dich aufmerksam geworden, und bin echt begeistert http://fee-ling-s.blogspot.de

  8. Antworten Katharina 8. März 2015 um 18:17

    Sehr inspirierend! Ich liebe all ihre Regale!! Wo bekommt man sie?

  9. Antworten Ezgi 9. März 2015 um 14:56

    die Fotos sind toll geworden,ich mag eure Wohnung einfach so gern!

  10. Antworten Nanne 10. März 2015 um 18:55

    Mir gefällt eure Wohnung total gut. Ich finde es immer interessant, dass minimalistische Wohnung schnell als eher unpersönlich verstanden werden.
    Ich finde gerade mit weniger, suche ich mir die einzelnen Sachen viel genauer, gezielter und bewusster aus.
    Ich sortiere regelmäßig aus und reduziere weiter. Alles, was bleiben darf, ist entweder wirklich notwendig oder ein absolutes Lieblingsstück.

    Mich würde interessieren – wie groß eure Wohnung ist? Wieviel qm? Und wie viele Zimmer sind das insgesamt? Bei mir sieht es voll gestellter aus, allerdings ist meine Küche nur halb so groß oder noch kleiner, als eure.

    Ich würde mich bei euch echt wohlfühlen, sieht alles so entspannend aus!
    lg Nanne von einfachsoleben.

  11. Antworten bianca 15. März 2015 um 17:03

    Ich finde die Auswahl eurer Bilder ebenso fantastisch wie die gesamt Wohnung selbst. Sie bringen eine ganz wunderbare Stimmung rüber. Mögt ihr mir vielleicht sagen wo ihr sie entdeckt habt? Vor allem das über der Couch die tollen Fotografien.

  12. Antworten Sandra 1. April 2015 um 09:26

    Ihr habt wirklich eine wunderschöne Wohnung. Ich finde es schön, wenn es so ordentlich ist, Wir haben dafür leider einfach zuviel Kram herumstehen. Also höchste Zeit mal wieder auszumisten 😉

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