Der Traum vom eigenen Café:

Gründerinnen erzählen wie es ist, einen eigenen Laden zu eröffnen und verraten DIY- und Einrichtungsideen.

Für die meisten ist es eine Trauminsel, auf die sie sich gedanklich flüchten, wenn es im Job anstrengend wird und sie gern einfach abhauen würden: „Dann eröffne ich eben einfach ein Café“ wird dann viel gesagt und gedacht.

Dass das selten so glamourös und entspannt ist, wie es nach außen scheint, bekommt man mit, wenn man Freunde mit eigenen Cafés hat und die mal aus dem Nähkästchen plaudern. Dass es aber auch sehr, sehr viele positive Seiten hat, zeigt jetzt das Buch Sugar Girls: 20 Frauen und ihr Traum vom eigenen Café (Callwey Verlag, 176 Seiten, 29,95 Euro) von den beiden Autorinnen Jana Henschel und Meike Werkmeister (links und rechts auf dem Bild) und der Fotografin Ulrike Schacht (Mitte).

Aus ganz Deutschland haben den Dreien Frauen mit unterschiedlichen Vorgeschichten und Berufen erzählt, wie sie sich ihre Vision von einem eigenen Café umgesetzt haben. Mit sehr vielen kreativen Ideen zum Nachmachen für die Leserinnen.

Die gut gelaunte Frau oben auf dem Bild ist zum Beispiel Sandra Götting, die ihr Café roestbar in Münster (Martinistraße 2, 48143 Münster) seit mittlerweile zehn Jahren zusammen mit ihrem Freund Mario betreibt, inklusive eigener Kaffeerösterei, drei weiteren Filialen und 65 Mitarbeitern.

Früher war die 47-Jährige Augenoptikerin, ihr Freund Tischler, heute sind sie Cafébesitzer in der Stadt mit dem wohl lustigsten Tatort-Komissar ever Professor Karl-Friedrich Boerne, der gutes Design doch auch so liebt.

Sandra Götting hat die wunderbare Deko-Kombi aus Blau, Gold und Holz für ihr Café gewählt und die schönen Lampen, die sofort auffallen, haben ein befreundetes Architekten- und Tischlerpärchen selbst entworfen und angefertigt. Die Schirme sind aus Messingrohren geschnitten, in die dann Fassungen montiert wurden. Aufgehängt wurden sie an türkisfarbenen Stoffkabeln, die wiederum an der Decke in schmalere Messingrohrstücke münden und dort angeschlossen sind. Die Rohre sind aus dem Klempnerbedarf, die Stoffkabel und Fassungen bekommt man im Baumarkt.

Solche Ideen wie diese hübschen Lampen und noch viel einfachere zum Nachmachen findet man diverse in dem Buch „Sugar Girls“. Plus 19 weitere spannende Gründerinnen-Geschichten aus ganz Deutschland.

So kann man sich Zuhause sein kleines eigenes Traumcafé basteln, wenn der Job mal wieder nervt. Oder die Geschichten der Frauen einfach tatsächlich als Motivation nutzen und es endlich selbst wagen – wenn nicht jetzt, wann dann?

Vielleicht hilft bei der Entscheidung ein köstlicher Cold Brew Tonic dank Sandras Rezept, siehe weiter unten.

Herzlich,

Steffi

REZEPT COLD BREW TONIC

ZUTATEN
Eiswürfel
kleine Flasche Tonic Water
110 g gemahlener filterfeiner Kaffee

ZUBEREITUNG
500 ml kaltes Wasser zusammen mit dem Filterkaffee in ein hohes Gefäß geben und für 14 Stunden in den Kühlschrank stellen. Aus dem Kühlschrank rausnehmen und durch einen Handpapierfilter gießen, in dem der Kaffeesatz zurückbleibt. Mit den Eiswürfeln und dem gekühlten Tonic Water in ein Glas geben, Strohhalm rein.

HenschelSugarGirls

 

Text – Stefanie Luxat

Fotos – Ulrike Schacht

9 Comments

  1. Antworten Julia Erdbeerqueen 18. März 2016 um 09:12

    Ohh wie toll, ich wohne ja in Münster und muss unbedingt mal rein. Das Café ist so schön und bei der Arbeit haben wir sogar Röstbar Tassen 😀 Aber das letzte Mal war es so voll, dass ich keinen Platz gefunden habe. Kein Wunder bei diesem süßen Café

  2. Antworten Sandra 18. März 2016 um 09:48

    Eine ganz tolle Inspiration und das Buch ist nun auf meiner WishList 😉 Vielleicht packt einen ja auch mal der Mut und es kommt noch die passende erschwingliche Location dazu 😉
    Danke für diesen schönen Beitrag.
    Liebe Grüße, Sandra

  3. Antworten Martina 18. März 2016 um 11:41

    Danke für diesen Buchtip, ich bin begeistert! Denn: ich habe ein kleines Café. Seit 2,5 Jahren. Und ja, es ist toll, wunderbar, aufregend und spannend, aber es ist auch Buchhaltung, Bestellungen, alleine rumstehen und auf Gäste warten und dir ALLES anhören….Was manch einer so von sich gibt….
    Das Buch muss ich unbedingt haben!
    LG
    Martina

  4. Antworten Sabine 18. März 2016 um 16:34

    Wundervolle Einblicke… im Gastgewerbe aufgewachsen kenne ich die Schattenseiten;-) Aber wenn es das ist was einem Spaß macht kann es sehr erfüllend sein, so wie das fast immer ist.
    Lg
    Sabine

  5. Antworten Sina 24. März 2016 um 21:31

    Liebe Stefanie, ich bin verliebt und zwar in die grauen Stühle auf dem Foto Jana-vier.jpg
    Meinst Du, Du kannst herausfinden, von welchem Hersteller sie sind? Das wäre wundervoll!

  6. Antworten Sina 24. März 2016 um 21:32

    Liebe Stefanie, ich bin verliebt und zwar in die grauen Stühle auf dem Bild Jana-vier.jpg
    Meinst Du, Du kannst herausfinden, von welchem Hersteller sie sind? Das wäre wundervoll!

  7. Antworten Melanie 25. März 2016 um 10:25

    Wunderschöne Farben ❤️
    Wie heißt die Wandfarbe?

    • Antworten Sugar Girls 27. März 2016 um 19:49

      Liebe Melanie,
      die Farbe, in der Sandra die roestbar hat streichen lassen, gibt es so leider nicht zu kaufen, denn sie hat sie eigens zu diesem Zweck anmischen lassen. Wichtig war Sandra, dass es ein stumpfer, matter Ton ist, da der besonders modern wirkt. Ihr Tipp: Bei so einer dunklen Farbe immer erst eine kleine Fläche probestreichen um zu schauen, wie es im Raum wirkt.
      Viel Erfolg beim Ausprobieren und alles Liebe für dich!
      Meike

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