Mhhhontags-Rezepte:

Ein Ruckzuck-Apfelkuchen und ein Apple Pie mit (Teig-) Blättern aus dem neuen wunderbaren Buch „Kinder, kocht!“.

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Dies ist mein erstes Koch- und Backbuch für Kinder. Ich habe noch keine Kinder und wenn eins zu Besuch kommt, machen wir einfach die Sachen, auf die das Kind Lust hat. Burger, Pommes, Törtchen, was man so macht als Nichterziehungszuständige, einfach nur tolle Tante, bei der alles erlaubt ist, was Spaß macht.

Aber wie das manchmal so ist: nachdem ich mir Kinder kocht! (AT Verlag, 24,90 Euro) von Claudia Seifert, Gesa Sander, Julia Hoersch und Nelly Mager angeschaut habe, würde ich gern ein paar neue Sachen ausprobieren, brauche ich dringend Kinderbesuch. Ein neugieriges Kind wäre gut. Eins das viele Fragen stellt oder einfach Lust hat, was auszuprobieren. Mitzumachen. Für solche Kinder und Eltern/Tanten/Onkel, die Lust haben, was zu erklären (wer mag – gebackupt durch dieses wunderbare Buch), ist dieses Buch ein Traum. Auf 290 Seiten werden für jede Saison Koch- und Back-Rezepte gezeigt. Sehr hübsch inszeniert und mit vielen schönen Kleinigkeiten zum Entdecken für Kinder gestylt. Plus Herrn von Schlau und Oma Kluge, die als entzückende Illustrationen mit Tipps und Tricks zur Seite stehen.

Ruckzuck Apfelkuchen

Am Anfang werden erstmal alle wichtigen Küchenutensilien erklärt, wie man was schneidet, Kochmethoden und dann geht es auch schon los mit Rezepten, die nicht nur Kindern schmecken, nicht immer nur einfach sind, sondern auch ein bisschen herausfordern – pochierte Eier im Glas, ein Soufflé. Und überall gibt es immer wieder was Kleines zu lernen. Hier eine Kräuter- oder Apfelkunde, da eine kurzer Erklärung, was ablöschen ist oder eine Béchamelsoße. Es gibt Mitmachseiten, wo man Blätter pressen, Gemüse nachmalen und Kastanienfiguren Namen geben darf. Alles spielerisch, kein anstrengender Bildungsauftrag, sondern ein wunderbarer Wegweiser Richtung Küche, ans Lagerfeuer, den Grill, quer durch die Welt –  wo man großartige Abenteuer erleben kann. Ich hätte es geliebt als Kind dieses Buch und freu mich schon drauf, wenn der nächste Besuch drin blättert und sofort was ausprobieren will. Auf jeden Fall gibt es jetzt schon Mal direkt diesen Apfelkuchen. Erst den Ruckzuck-Apfelkuchen, dann den Apple Pie mit (Teig-) Blüten – beide Rezepte siehe unten. Ich habe gerade riesige Lust auf Äpfel – ihr zufällig auch?

Und was habt denn ihr für Rezepte als Kind geliebt? Und was kocht oder backt ihr mit Kindern?

[herz steffi mitte]

Apfelkunde

Kinder kocht

REZEPT RUCKZUCK-APFELKUCHEN (16 Stücke, Zubereitungszeit 1 Stunde, davon 25 Minuten Backzeit):

100 g Butter, 300 g Mehl, 200 ml Milch, 100 g Zucker, 1⁄4 TL gemahlenes Zimtpulver, 2 mittelgroße Eier, 800 g Äpfel, 2 EL Zitronensaft, 2 EL Puderzucker, 1 Springform (26 cm Durchmesser)

Erst der Teig: Erwärme die Butter in einem Topf. Das Mehl, die Milch, die flüssige Butter, Zucker, Zimt und die Eier verrührst du in einer Schüssel mit einem Schneebesen. Viertle die Äpfel, schneide die Kerngehäuse heraus und schneide die Äpfel in kleine Stücke. Vermische die Apfelwürfel mit dem Zitronensaft und rühr sie unter den Teig. Fette die Backform ein und gib den Teig hinein.

Nun das Backen: Erhitze den Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) und backe den Kuchen 25 Minuten. Dann nimmst du ihn (mit Backhandschuhen!) aus dem Ofen, lässt ihn etwas abkühlen und bestäubst ihn mit dem Puderzucker.

+++

REZEPT APPLE PIE MIT BLÄTTERN (6-8 Portionen, Zubereitungszeit 2 Stunden, davon 45 Minuten Backzeit):

125 g Butter, 250 g Dinkelmehl (Type 630) oder Weizenmehl, 150 g Zucker, 1 mittelgroßes Ei, 6 mittelgroße Äpfel (oder 8 kleine Äpfel), 3 EL Zitronensaft, 2 TL gemahlener Zimt, etwas Butter für die Form, 100 g gehackte Mandeln, 3 EL Apfelgelee, 1 Tarteform, 1 Ausstecher in Blattform

Erst der Teig: Für den Mürbeteig schneidest du die Butter in Würfel. Misch Butter, Mehl, 75 g Zucker und das Ei in einer Schüssel und verknete die Zutaten zu einem festen Teig. Das geht am besten mit den Händen oder mit dem Knethaken des Handrührgeräts. Dann den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Inzwischen die Füllung: Die Äpfel vierteln und die Kerne mit einem kleinen Messer herausschneiden. Die Viertel schneidest du nun in dünne Spalten und füllst sie in eine Schüssel. Die Apfelspalten sofort mit dem Zitronensaft vermischen (dann werden die Äpfel nicht braun). Füge die restlichen 75 g Zucker und den Zimt hinzu.

Nun die Apple Pie fertig machen: Den Teig nochmals durchkneten. Streue Mehl auf eine Arbeitsfläche und rolle den Teig mit einem Nudelholz aus. Fette dann eine Tarteform mit Butter ein und lege den Teig hinein, dabei den Teig an den Rändern gut in die Form drücken. Rolle nun mit dem Nudelholz darüber, damit du einen schönen, glatten Rand bekommst. Den Backofen auf 190 Grad (Umluft 170 Grad) vorheizen. Verknete den restlichen Teig und rolle ihn aus. Mit einem Blattausstecher Blätter ausstechen (oder mit einem Messer Blätter aus dem Teig schneiden). Streue zuerst die gehackten Mandeln auf den Boden der Tarteform, verteile danach die Äpfel in der Form. Nun kommen noch die Blätter auf die Äpfel. Schiebe die Tarte in den heißen Ofen und backe sie 45 Minuten. Gib das Apfelgelee in einen Topf und erwärme es, bis es flüssig ist. Wenn die Apple Pie fertig ist und du sie (mit Backhandschuhen!) aus dem Ofen genommen hast, pinsel sie mit dem Apfelgelee ein und lass sie abkühlen. Fertig! Nach all der Arbeit schmeckt sie nun ganz wunderbar.

9 Comments

  1. Antworten Steffi 7. Oktober 2013 um 10:34

    Ohhhh! Ich war tatsächlich als Kind schon eine kleine Bäckerin, nachdem ich an einem Weihnachten einen ganz tollen Kinderherd & Backofen geschenkt bekommen habe. Das Ding war in etwa so groß wie zwei Schuhkartons übereinander, aber man konnte richtig echt backen und kochen!
    Auf dem winzigen Blech habe ich dann (mit ein biiiißchen Hilfe von Mama) einen Pflaumenstreuselkuchen gebacken. Stolz wie Oskar war ich, jawohl.
    Und seitdem bin ich begeisterte Bäckerin. Wenn ich Kinder hätte, würde ich sie auch mit in die Küche nehmen. Kein Kind kann doch frischem Kuchenduft widerstehen und wenn man vorher noch irgendwas pampiges mit den Händen kneten darf – toll!

  2. Antworten Valerie 7. Oktober 2013 um 10:37

    Ich lebe und liebe Kochen, das weißt du ja 😉 Glücklicherweise sind meine Kinder relativ wenig ‚hoakl‘, wie man in Bayern sagt (‚krüsch‘ nennt man’s im Hohen Norden, oder?) und probierfreudig bzw. ich bestehe darauf, dass man zumindest kostet, bevor man sagt, es schmeckt nicht.

    Alltagsküche unter der Woche ist momentan gerne Frittata, Maultaschen gebraten oder in der Brühe, Pfannkuchen, Kürbissuppe, Kartoffel-Lauch-Suppe, Hühner-Nudel-Suppe, Kartoffeln+Spinat+Fischstäbchen, Nudeln mit Tomatensauce/Bolognese/Pesto/Spinatsauce/Shrimps, Fisch in allen Variationen, Brotzeit, Bratwürstl+Kartoffelstapf, Kartoffeln mit Kräuterquark, Hirsebrei mit Rosinen und Apfel-Birnen-Kompott, Nudelauflauf, Kartoffelgratin, Räucherfisch aus dem Ammersee, ab’bräunte Knödl, Eintöpfe (solange Wiener drin sind…), Gnocchi, Strammer Max; als Gemüsebeilagen gerne Brokkoli, Rohkost (Gurke+Paprika+Kirschtomaten), Karottensalat, Feldsalat+Birne+Sonnenblumenkerne, Gurkensalat, gebratene Zucchini.
    Wenn es am Wochenende mal aufwändiger wird mache ich z.B. ein Brathendl, Lamm- oder Schweinekotelett aus dem Ofen, Dinkelpancakes mit Apfel, Pizza (mit selbst gemachtem Hefeteig, deswegen nur am WE), Falafel,
    Ach sie essen auch Geschnetzeltes, chinesisches Esssen, Sushi,…

    Solange es nicht zu scharf/exotisch gewürzt ist, geht fast alles 😉

    Liebe Grüße,
    Valerie

  3. Antworten Julie 7. Oktober 2013 um 10:45

    Der Kuchen sieht super lecker aus. Den werde ich – ohne Kinder :-) – ausprobieren!

  4. Antworten septembermorgen 7. Oktober 2013 um 13:42

    Du brauchst Kinderbesuch? Mein Großer passt genau auf Deine Beschreibung. Kannst ihn Dir gerne mal ausleihen ;-).
    Danke für die Buchvorstellung!
    Schöne Grüße, Katja

  5. Antworten lisa 7. Oktober 2013 um 18:28

    unsere Lisi-Pisi-Scones zum Beispiel…
    http://lisaburzin.blogspot.de/2013/08/lisi-pisi-scones.html
    funktioniert ganz prima mit einer „Arbeitskette“ 😉
    liebst, die lisa

  6. Antworten Johanna 9. Oktober 2013 um 03:24

    Habe gestern ruckzuck den Apfelkuchen nachgebacken, schmeckt wunderbar – aber fehlt da nicht das Backpulver im Rezept? Durch die vielen Apfelstückchen ist der Kuchen zwar saftig, aber der Teig dazwischen ziemlich fest. Naja, bis unser kleine Mann selber mitmischen wird, ist ja noch etwas Zeit zum Ausprobieren…
    Herzliche Grüße aus Peking!

  7. Antworten Anke 9. Oktober 2013 um 11:19

    Liebe Steffi,

    die Bilder aus dem Buch sind toll!
    Ein prima Tipp.

    Ich habe als Kind Quark-Kirsch-Auflauf
    und Eier in Senfsoße mit Kartoffelpüree
    geliebt.
    Beides mögen auch meine Jungs.

    Herzliche Grüße,
    Anke

  8. Antworten Torsten Fleischer | Personal Trainer Berlin 20. Oktober 2013 um 18:54

    KommentarHallo Steffi,

    also diesen Kuchen haben wir heute von Freunden, die wir in Hamburg besucht hatten serviert bekommen. Vorweg stand Gartenarbeit auf dem Plan. 3.000qm Grundstück vom Laub befreien – vorher gab es keinen Kuchen :) Aber der hat geschmect!!! Danke für dieses tolle Rezept.
    Hast Du auch so leckere Kuchenrezepte ohne Mehl?

    Liebe Grüße aus Berlin.

    Torsten

  9. Antworten Teremok 27. Oktober 2013 um 10:38

    Liebe Steffi,

    danke für die interessanten Rezepte. Ich habe allerdings den Ruckzuck Apfelkuchen jetzt schon zweimal gebacken, weil ich dachte, ich hätte etwas falsch gemacht. Tja, leider wurde er beide Male sehr klitschig.Wie bereits oben beschrieben, fehlt vielleicht doch das Backpulver?
    Schmecken schmeckt er gut.
    Es winkt Berlin!

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