Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Drang auch irgendwann verspüren würde. Dieses Verlangen, alles Interessante aus Zeitschriften und Zeitungen zu reißen und es an Menschen weiterzugeben, für die das spannend sein könnte. Oder auch nicht. Meine Großmutter hat das mit uns drei Enkelkindern immer gemacht. Sie schrieb meinen Schwestern: "Ihr seid doch Lehrerinnen, habt ihr dies schon zu der und der Reform gelesen? Gruß Omi". Ich bekam Post zu allen möglichen Themen, als Journalistin soll man sich ja umfassend informieren. Und jetzt tue ich es selbst. Ritsch, ratsch. Viel für mich - wie dieses großartige Chili con Carne-Rezept aus der Annabelle, das sich die Redakteurin Karin Messerli ausgedacht hat. Mit Schokolade für die dunkle Farbe und sämige Konsistenz und vielen frischen Kräutern, die einen gigantisch guten Geschmack ergeben. Gestern Abend von uns getestet. Und unserem Gast Klaus. Dem könnte ich eigentlich mal schnell den Artikel hier über den neuen Controller für Spielkonsolen namens Sony Move ausreißen... Ritsch, ratsch...

Mhhhontags-Rezept: Chili con Carne mit einem na sowas – Stück Schokolade

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Originalfotos: Sandra Kennel/ Annabelle

Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Drang auch irgendwann verspüren würde. Dieses Verlangen, alles Interessante aus Zeitschriften und Zeitungen zu reißen und es an Menschen weiterzugeben, für die das spannend sein könnte. Oder auch nicht. Meine Großmutter hat das mit uns drei Enkelkindern immer gemacht. Sie schrieb meinen Schwestern: “Ihr seid doch Lehrerinnen, habt ihr dies schon zu der und der Reform gelesen? Gruß Omi”. Ich bekam Post zu allen möglichen Themen, als Journalistin soll man sich ja umfassend informieren.

Und jetzt tue ich es selbst. Ritsch, ratsch. Viel für mich – wie dieses großartige Chili con Carne-Rezept aus der Annabelle, das sich die Redakteurin Karin Messerli ausgedacht hat. Mit Schokolade für die dunkle Farbe und sämige Konsistenz und vielen frischen Kräutern, die einen gigantisch guten Geschmack ergeben. Gestern Abend von uns getestet. Und unserem Gast Klaus. Dem könnte ich eigentlich mal schnell den Artikel hier über den neuen Controller für Spielkonsolen namens Sony Move ausreißen… Ritsch, ratsch…

Kennt ihr das Gefühl? Seid ihr auch Ausreißer? Und was macht ihr mit den Schnipseln? Ich bräuchte da mal ein Ordnungssystem…

Zutaten für 6 bis 8 Portionen:

150 getrocknete, rote Kidneybohnen, die über Nacht eingeweicht werden müssen (wir haben die bereits eingeweichten aus der Dose genommen – aus äh, Zeitmangel), 1-2  weiche Chorizos (ca. 100 g), 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1-2 Jalapenos oder Peperoncini, Olivenöl, 1 kg gehacktes Rindfleisch, 300 g Schweineschulter in kleine Würfel geschnitten, 1 Dose Tomaten (400 g), 200 bis 400 ml Bouillon, 4 EL Essig, 50 g dunkle Schokolade grob gehackt, 2 EL getrockneter Oregano, 1 Zimtstängel, je 1 EL Kreuzkümmel – und Koriandersamen grob zerstossen, 1 EL Cayennepfeffer, Chiliflocken, Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 1 Bund frischen Koriander

Zubereitung:

1.) Die Chorizio-Wurst häuten und zerkleinern. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Jalapenos oder Peperoncino halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden.

2.) Öl im Bräter erhitzen, das Hackfleisch bei hoher Hitze unter Wenden krümelig braten. Herausnehmen, beiseite stellen.

3.) Die Chorizio-Wurst im verbliebenen Bratfett leicht braun braten. Das Schweinefleisch hinzufügen und schnell anbraten. Herausnehmen und zum Hackfleisch nehmen.

4.) Ein bisschen Öl in den Bräter geben. Zwiebel, Knoblauch und Jalapeno oder Peperoncino beifügen, bei kleinerer Hitze glasig dämpfen.

5.) Angebratenes Fleisch, Tomaten und 200 ml Bouillon beifügen. Essig, Schokolade, Oregano und Gewürze dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, und aufkochen. 90 Minuten bei kleiner Hitze zugedeckt schmoren. Ab und zu umrühren.

6.) Bohnen und nach Bedarf restliche Bouillon beifügen, weitere 20 Minuten halbbedeckt kochen lassen. Danach abschmecken. Fertig!

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12 Kommentare

  • Ich reiße auch aus. Also Seiten aus Zeitschriften, meine ich. Früher alle möglichen Sachen, heute nur noch Rezepte. Die sammele ich dann immer ein Weilchen lose in einer Mappe, die schon bei den Kochbüchern steht, und immer wenn ich Zeit & Muße habe, sichte ich sie, schneide Rezepte mit den Fotos aus und klebe sie in mein eigenes Rezeptebuch. Welches gar kein Buch, sondern ein Ringordner ist, was ich auch empfehle.

  • ja, ich bin auch ne rausreisserin. die losen zettel wandern in meine kochbücher. hinter das system, welches rezept ich in welches buch stecke, bin ich selbst noch nicht gekommen ;-)
    für anderes hab ich einen ordner, auf dem “kruscht” steht.
    chili con carne mit schokolade- hab ich auch schon mal probiert. sogar bier sah das rezept noch vor. ganz ehrlich: das gericht hat geschichte geschrieben. als das schrecklichste, was ich je meiner familie vorgesetzt habe.

    • @ Anja: Aber ich schwör dir, dieses schmeckt wirklich göttlich. Und die Schokolade schmeckt man ja nicht raus. Die ist nur undercover unterwegs… und macht da einen verdammt guten Job! :)

  • Auch Rezepte. Früher zumindest. Auch ich hatte einen Ordner. Allerdings sind die Sachen meist auf Nimmerwiedersehen drin verschwunden. Heute ist das Internet meine Zeitschrift. Da brauch ich nicht mehr reißen, da mache ich einen Screenshot :) ! Die Chili-Schoko-Sache habe ich neulich auch mal in irgendeiner “hochwertigen” Kochshow im Fernsehen gesehen….

    • @ Fee: Liebe Fee, es ist nur ein Hauch (50 g) dunkle Schokolade drin, ist nur undercover vorhanden, hab ich Anja gerade auch geschrieben. Also keine Schokosauce oder so etwas Grausames… Hochwertige Kochshow klingt irgendwie gruselig… Liebe Grüße, Steffi

  • Haha! Ich habe zwar nicht so eine Omi, aber eine Mami und eine Tante, die mich oder meinen Freund mit rausgerissenen Zeitungsartikeln per Post beglücken. *g*

    Ich selbst sammel Kuchenrezepte oder Dinge, die ich nachbasteln will oder die sich um den Garten drehen. Meine Güte, und das, wo ich noch so jung bin. Muddi ist schuld. ;) Rezepte werden wahllos in einen Hefter geheftet, Gartendinge auch und Basteleien habe ich früher immer auf A4-Bögen aufgeklebt und dazu noch Überschriften erfunden oder Aufkleber geklebt. Ja, es ging bei mir früh los mit der Rausreißerei. :D

  • ja, ich mach das auch! früher – als ich noch keine kochbücher hatte & gerade erst nach wien gezogen bin – habe ich alles fein säuberlich in eine mappe in klarsichthüllen gesteckt.
    jetzt schreibe ich sie entweder in ein kleines moleskine-büchlein ab (um bei gelegenheit gleich die zutatenliste zum einkaufen mitzuhaben), stopfe sie in meinen kalender oder klammere sie irgendwo fest. ein system ist da schon lange nicht mehr dahinter. ich bin gerade dabei eines auszuklügeln, um meine ganzen koch- & backzeitschriften zu archivieren. gar nicht so einfach!

  • Ja, ja, ich auch. Ich hatte mal gehofft, dass sich das ein bisschen legt, als ich mit dem bloggen angefangen habe, aber denkste. Kochrezepte kommen entweder an’s schwarze Brett in der Küche oder in die Dokumentenmappe zu den Kochbüchern, sortiert nach Backen, Desserts, Drinks, Hauptgänge, Spezialitäten, Exotisches, etc. Und alles andere kommt an meinen Schubladenkorpus oder an sonst eine Pinwand… Ich sags ja, ich bin aus der Generation Pinwand…

  • Ich finde es schön, dass in Zeiten der modernen Technik immer noch Seiten aus Zeitschriften genommen werden. In meiner Küche hängen auch viele Rezepte an der Pinnwand :-)

  • Ich bin auch eine Rausreißerin. Und ich reiße alles raus, was ich ansprechend finde: schöne Fotos, Rezepte, Ideen, Artikel. Das alles klebe ich dann in so eine Art Kladde. 6 volle Bücher habe ich schon. Und das schönste ist, sie an trüben Herbstmittagen durchzublättern und sich inspirieren zu lassen.
    Übrigens: meine Tochter ist, mit ihren gerade mal fünf Jahren, auch schon vom Rausreißvirus infiziert…

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