Ab welchem Alter wird man eigentlich gefragt, was man werden will? Ich glaub, sobald man "brummbrumm" oder "Feuerwehr, toll!" sagen kann. "Du willst Feuerwehr-Frau werden? Ach wie toll! Wie emanzipiert!" heißt es dann schneller, als man zurück brabbeln kann. Aber irgendwas muss man ja sagen, sobald man sprechen kann und wenn Tante Gertrud, Onkel Erwin und alle anderen ständig nachfragen. Ich hab irgendwann gesagt, ich wolle Kinderärztin werden. So! Kinderärztin, das heißt Hochschulstudium, Menschen helfen - da steckte alles drin, was ständig gewünscht wurde. Da hatte ich meine Ruhe und glaubte auch erst ein mal selbst daran. Mein Vater nahm mich trotzdem mit zum offenen Tag der Tagesschau (siehe oben). Und 20 Jahre später wurde ich Journalistin. Und das, obwohl, wie man mir in dem Bild ansehen kann, ich schon damals der Berufsgattung sehr skeptisch gegenüber stand. Das hat sich bis heute nicht geändert. Und deshalb frage ich mich oft: Was will ich eigentlich wirklich tun in meinem Leben, beruflich? Meistens lautet die Antwort, na Journalistin sein, du Dummchen. Aber manchmal frag ich mich auch: Oder doch lieber Konditorin werden? Köchin? Kinderbekommerin?

Wie toll, die Geschichte von Julia Child & Julie Powell kommt ins Kino: “Julie & Julia” startet am 3. September!

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Tagesschau

Ab welchem Alter wird man eigentlich gefragt, was man werden will? Ich glaub, sobald man “brummbrumm” oder “Feuerwehr, toll!” sagen kann. “Du willst Feuerwehr-Frau werden? Ach wie toll! Wie emanzipiert!” heißt es dann schneller, als man zurück brabbeln kann. Aber irgendwas muss man ja sagen, sobald man sprechen kann und wenn Tante Gertrud, Onkel Erwin und alle anderen ständig nachfragen.

Ich hab irgendwann gesagt, ich wolle Kinderärztin werden. So! Kinderärztin, das heißt Hochschulstudium, Menschen helfen – da steckte alles drin, was ständig gewünscht wurde. Da hatte ich meine Ruhe und glaubte auch erst ein mal selbst daran. Mein Vater nahm mich trotzdem mit zum offenen Tag der Tagesschau (siehe oben). Und 20 Jahre später wurde ich Journalistin. Und das, obwohl, wie man mir in dem Bild ansehen kann, ich schon damals der Berufsgattung sehr skeptisch gegenüber stand. Das hat sich bis heute nicht geändert. Und deshalb frage ich mich oft: Was will ich eigentlich wirklich tun in meinem Leben, beruflich? Meistens lautet die Antwort, na Journalistin sein, du Dummchen. Aber manchmal frag ich mich auch: Oder doch lieber Konditorin werden? Köchin? Kinderbekommerin?

Zu diesen Gedanken gibt es ab dem 3.September einen ganz wunderbaren Film namens “Julie & Julia“. Meryl Streep spielt die berühmte US- (TV-) Köchin Julia Child, die die Französische Cuisine in Amerika mit ihrem herrlichen Humor und ihrem unglaublich lustigen französisch-amerikanischen Akzent bekannt machte. Bei You-Tube findet man noch ihre Original-Kochsendungen, die sind grandios! Und in der August-Ausgabe der “Vanity Fair” gibt es einen großen Artikel über sie (siehe oben). Den kann man auch online lesen und sich die lustigen Fotos (siehe unten) anschauen.

Chil2

Julia Child, so spielt es Meryl Streep zumindest in dem Film, wußte anscheinend auch nicht so recht, was sie wirklich tun wollte in ihrem Leben. Aber sie wußte, dass sie gern as und darin irre gut war. Also wurde dies zu ihrer Profession.

In dem Film weiß auch Julie (wunderbar gespielt von Amy Adams) kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag nicht, wie es in ihrem trostlosen Berufsleben weiter gehen soll. Sie stößt auf Childs Kultbuch “Mastering the Art of French Cooking” und beschließt, alle Rezepte nach zu kochen.

Der Film basiert auf der Autobiografie von Julia Child, die sie zusammen mit ihrem Großneffen geschrieben hat (“My Life in France”) und einem Selbstversuch der amerikanischen Autorin  Julie Powell, die 2002 tatsächlich alle 524 Rezepte aus Childs Kult-Kochbuch nachgekocht und ihre Erfahrungen in ihrem Blog “The Julie/ Julia Project” dokumentiert hat.

Hach, tolle Idee…

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