Dieser Blog hat mich ja angesteckt. Neudeutsch: inspiriert. Nicht nur in Sachen Culinaria, sondern auch in Reisedingen, denn Dänemark war früher definitiv NICHT im relevant set meiner Urlaubsträumereien. Aber nachdem ich hier (deine Kopenhagenposting-Links, Schätzecken) und hier wirklich shoppingherzklopfen verspürte und meinem Mann offenbarte, wir müssten dieses Jahr UNBEDINGT nach Dänemark, ging es planungstechnisch ans Eingemachte. Ich hatte vor Jahren mal in einem dänischen Living-Blog von diesem Badehotel gehört. Nach stundenlangem durchforsten meiner (zahlreichen!) dänischen Blogroll-Adressen hatte ich es wieder. Da war es. Helenekilde Badehotel. Und ich wußte, ich müsste an dieser Stelle keine allzu großen verkäuferischen Talente an den Tag legen, um es meinem Mann schmackhaft zu machen.

Wir können aufhören zu suchen, das Paradies wurde gefunden, im Badehotel Helenekilde – ein Gastbeitrag von Jeanny

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Fotos: Badehotel Helenekilde

Dieser Blog hat mich ja angesteckt. Neudeutsch: inspiriert. Nicht nur in Sachen Culinaria, sondern auch in Reisedingen, denn Dänemark war früher definitiv NICHT im relevant set meiner Urlaubsträumereien. Aber nachdem ich hier (deine Kopenhagenposting-Links, Schätzecken) und hier wirklich shoppingherzklopfen verspürte und meinem Mann offenbarte, wir müssten dieses Jahr UNBEDINGT nach Dänemark, ging es planungstechnisch ans Eingemachte.

Ich hatte vor Jahren mal in einem dänischen Living-Blog von diesem Badehotel gehört. Nach stundenlangem durchforsten meiner (zahlreichen!) dänischen Blogroll-Adressen hatte ich es wieder. Da war es. Helenekilde Badehotel. Und ich wußte, ich müsste an dieser Stelle keine allzu großen verkäuferischen Talente an den Tag legen, um es meinem Mann schmackhaft zu machen.

Letzte Woche wurde dieses Urlaubsträumchen Wirklichkeit. Nur eine Autostunde von Kopenhagen entfernt und somit prima mit einem startenden Shoppingtrip in der Hauptstadt kombinierbar.  Mit Zwischenstopp in Roskilde vielleicht, um dort auf echten Wikingerbooten durch die Wellen zu rudern (nichts für Weicheier: man muß mitrudern!) und Bogen zu schießen. Mein Sohn ist immer noch im siebten Himmel, wenn man mal von den Tränen absieht, die kullerten, als wider Erwarten KEIN Wickie, Halvar oder Snorre anzutreffen waren. Nun denn.

Hach. Wo soll ich anfangen. Vielleicht zuerst mit dem Satz, daß dies der allerallererste Urlaub war, nachdem Gatte, Gattin UND Kind übereinstimmend NICHT mehr weg wollten. Überhaupt NIE WIEDER weg und vor allem nie mehr ohne Meeresrauschen einschlafen wollten.

Das Hotel Helenkilde liegt nördlich Kopenhagens. In dem malerischen Ort namens Tisvildeleje auf Seeland. Ich würde diesen Ort als allergelungenste Mischung aus Newport/Rhode Island, Sylt und Cornwall beschreiben wollen. Wunderhübsche Häuschen, fantastisch klares Meer (dänische Riviera sagte mein Mann), Sandstrände mit Sand so weich wie … wie… mir fehlt ein Vergleich. So weich wie weich eben nur weich sein kann. Mit schönem Wind im Haar, warmer Sommerbrise und Sonnenuntergängen so perfekt, daß sie niemals auf eine Fototapete passen würden. Köstliche Eissalons, leckere Restaurants mit Grillbuffets und garantiert fangfrischem Fisch.

In der Umgebung gibt es viele kleine Dörfchen mit sehr sehr vielen kleinen schönen Läden. Wer also Kleinwagenfahrer ist, sollte sich überlegen, kurzerhand einen Laster zu mieten. Denn hier wimmelt es nur so von paradiesischen Einrichtungsläden. Rice, Green Gate, Lisbeth Dahl, Bloomingville, House Doctor, Tine K home, ihr versteht schon. Die Art von Geschäften, die einem den Kopf verdrehen und man gleich alles mit nach Hause nehmen möchte. Wir kamen per Zufall auch an zwei Barn-Sales vorbei. Alten umgebauten Bauernhof-Scheunen, in denen man Mobiliar aus alten Bauernhöfen kaufen konnte. Körbe, Tische, Bänke, Stühle, Lampen, Tellerregale, alle was das Herz begehrt.

Und Achtung: hier kommt ein Geheimtipp: Dieses Hotel. Ich meine: DIESES HOTEL! Ein Traum. Wer skandinavische und maritime Einrichtung liebt, wird das gesamte Mobiliar dieses Hotels einpacken und mit nach Hause nehmen wollen. Blockgestreifte Wände (das bastle ich übrigens nächste Woche bei uns Zuhause nach), knarrende weiße Holztreppen, altes Fischerparkett, eine Traum-Veranda. Tine K Home-Kissen. Schaukelstühle. Holzbänke. Ein Regal voller Hunter-Gummistiefel für die Gäste in allen Größen.

Ein Garten mit Natursteinen, Rasen, Boules-Platz und tausend kleinen Ecken, in denen man auf blau-weiß gestreiften Liegestühlen Drinks einnehmen und das Meer bewundern kann. Überall Schnittblumen wie Pfingstrosen oder auch Hortensien aus dem Garten in hübschen Vasen platziert. Alte Buffetschränke, in denen das Geschirr und Gläser aufbewahrt werden. Exponate wie alte Kaffeekisten, Truhen, Schiffsschrauben oder Riemen an den Decken.

Das Restaurant ist bekannt für seine vorzügliche Tageskarte und wird auch von Nicht-Hotelgästen stark frenquentiert. Die Fischspeisen sind wirklich empfehlenswert. Lecker! In den Sommermonaten finden im Hotel Jazzkonzerte statt, stellt Euch das nur vor. Auf der Porch im Schaukelstuhl sitzen mit einem Drink in der Hand. Im Hintergrund leise Jazztöne, vor einem rauschenden Kattegat und Sonnenuntergang. Frauen in weißen Kleidern und schicken Sonnenbrillen. Überhaupt: das Publikum. Wunderschön gemischt. Meistens Kopenhagener Stadtmenschen, die Tisvildeleje als Ruheort nutzen und besonders in den Sommermonaten hier sind. Würde ich zumindest so interpretieren.

Freundinnen, die sich übers Wochenende zum Entspannen und Klönen treffen. Schicke Muttis mit Töchtern, die hier zusammen quality time verbringen. Ältere Männer mit jüngeren Frauen und sehr viel jüngeren Kindern. Familien. Alle blond (Bis auf mich. Vielleicht war ich die erste Brünette dort, kann das sein?). Ein schöner Ort für schöne Kleider. Durchweg freundliche Menschen, gastfreundlich und kinderfreundlich. Sehr liebes Personal. Sehr tolle Zimmer, komplett TV-frei, dafür allerdings mit ipod-Station ausgestattet und WLAN-beseelt. Schwarz-weiß-gemusterte Fliesen im Bad. Große weiche Betten. Alles perfekt, aber nicht zu anstrengend anspruchsvoll.

Ihr merkt, ich bin hier gerade noch ein wenig im Urlaubsrausch und neige oftmals zur Romantisierung. Aber ich lege dieses Hotel jedem ans Urlaubsherz. Und apropos Romantisierung. Wer sich erinnert: ich bin ja Hochzeitsfan. Und dort kann man prima heiraten. Mit Meer im Hintergrund..

Zusammenfassendes Qualitätsurteil: Wir werden dort nächstes Jahr wieder einlaufen. Dieses mal mit mehr weißen Kleidern im Gepäck.

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9 Kommentare

  • Aaah was für ein schönes Hotel. Da möchte man doch gleich ganz altmodisch auf Sommerfrische fahren und sichs gut gehen lassen.

    Bah, ich werde aufhören müssen dieses Blog zu lesen hihi. Die Liste der “Muss-ich-sofort-kaufen, sonst kann ich unmöglich glücklich weiterleben” und der “Da-fahr-ich-auch-ganz-bald-hin, weils nirgendswo schöner sein kann” wird immer länger und länger.

    Da weiß man ja gar nicht, ob man sich freuen soll, weil man in Zukunft noch so viele schöne Dinge sehen und kaufen kann oder deprimiert, weil man ja nicht alles auf einmal zusammenraffen und in der Wohnung horten kann.

  • was für ein wundervoller Ort, ein Schatz…! vielen Dank, liebe Virginia, this blog entry made my day :) Loving it!

    • vielen dank und: gerne geschehen :) manchmal muß man so etwas auch einfach mit anderen menschen teilen, weil man ansonsten platzt vor glück. das muß raus :)

      happy day
      virginia

  • Ich hatte ja seit einiger Zeit Toskana (war noch nie in italien)oben auf meiner Liste von Urlaubszielen. Daenemark hat soeben die Spitze uebernommen.

  • Apropos Hochzeit: Wir haben Freunden zur selbigen ein Wochenende im Helenekilde geschenkt. Sie kamen ebenso begeistert zurück wie du!

  • Ok, hier spricht nochmal der Ehemann. :) Nur damit sich auch alle männlichen Leser sicher sein könnten: dieses Hotel ist ein absoluter Volltreffer. Alles passt irgendwie zusammen, alles ist relaxed, es gibt ne Menge Kleinigkeiten anzuschauen, zu unternehmen. Wirklich toll.

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