Der Frage-Foto-Freitag:

5 Bücher, die ich liebe.

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So, jetzt ist es raus: Ich habe ein Faible für autobiografische Bücher. Nicht immer, aber immer mal wieder. Vielleicht, weil es zwischendurch schön ist, nicht nur ausgedachte Geschichten zu lesen, sondern in das Leben anderer reinzuschauen, zu lernen wie die das so meistern, ihr Leben. Oder das Abschied nehmen. Oder einfach mal als Tourist in ein ganz anderes Leben zu reisen und sich da umzuschauen.

Ich konnte mich mit mir selbst nicht auf fünf einigen, deshalb sind es jetzt ein paar mehr. Nicht alle ganz neu, aber muss ja auch nicht. Gute Bücher werden ja nicht schlecht. Und jetzt freu ich mich auf eure Lieblingsbücher für diesen Herbst! Und bin gespannt, ob ihr eins dieser Bücher auch schon gelesen habt, wie ihr es fandet oder ob es jetzt reizt.

Für alle die zum ersten Mal dabei sind: Ich denke mir jede Woche fünf Fragen oder eine monothematische Aufgabe aus, verrate sie schon Donnerstags auf Facebook und dann beantworte ich sie mit Fotos, siehe unten, und jeder der Lust hat, kann genau das selbe tun und seine Bilder auf dem eigenen Blog, bei Flickr/Facebook/Pinterest/ Instagram (#fffreitag) oder wo auch immer einstellen. Wichtig ist nur, den Link hier im Kommentarfeld und bei Mister Linky (das ist eine digitale Liste, siehe unten) zu hinterlassen, damit alle anderen sich die Bilder auch angucken und kommentieren können. Und wenn du magst, kannst du dir hier das schöne Frage-Foto-Freitag-Logo herunterladen und es in deinen Blog einbauen.

1.) Ob ich das schaffe. Der andere Weg zum Erfolg. von Modedesignerin Gabriele Strehle (Diana Verlag). Ist 2002 erschienen, habe ich auf einem Flohmarkt gekauft (gibt es bei Amazon “gebraucht” ab 4 Euro). Wegen der Frage: Ob ich das schaffe? Und der Ehrlichkeit, die gleich aus dem Buch entgegen kam. Es ist so überraschend offen für die sonst eher Alles-ist-super-gestimmte Modebranche. Es sind so viele schöne schlaue Sätze drin, macht Spaß zu lesen, wie sie in ihrer Karriere einen Stolperstein nach dem anderen aus dem Weg geräumt hat oder auch einfach drüber gestolpert ist. Wie sie immer wieder mit ihrem Selbstvertrauen gekämpft hat und sich nicht hat unterkriegen lassen.

2.) Der Tod meiner Mutter von Georg Diez (Kiepenheuer & Witsch). Der Journalist beschreibt wie er seine Mutter beim Sterben begleitet, die letzten Tage mit ihr verbracht und ihr gemeinsames Leben noch mal Revue passieren lassen hat. Sehr liebevoll und bewegend.

3.) Nicht so schlimm von Nicolas Fargues ist ein schonungsloser Bericht über das Ende einer Beziehung. Heftig, unverblümt, gnadenlos ehrlich. Aus der Sicht des Autoren, den ich damals für die Zeitschrift Maxi in Paris traf (hier klicken um das Portrait lesen zu können). Er gab zu, dass es ein autobiografischer Roman sei. Und ich war sprachlos, dass das alles wirklich so passiert ist. Wie zum Beispiel seine Freundin ihn aus Überforderung mit einem Lampenkabel schlug. Nichts für Rosamunde Pilcher-Liebhaber!

4.) Mitten ins Gesicht von Kluun. Er und Fargues könnten Freunde sein. Auch Kluun schreibt so gnadenlos unverblümt über seine Beziehungsprobleme, dass man ihn zwischendurch gern packen und fragen würde: “Was machst du denn für einen Mist, du Idiot?”. Seine Frau ist schwer krank und er bekommt seine Gefühle nicht gebacken, vergnügt sich lieber mit einer Affäre als sich seiner Trauer und dem Abschied von seiner Frau zu stellen. Es ist ein heftiges Buch. Auch stark autobiografisch, aber ich habe es gern gelesen. Es ist aber wirklich nichts für alle, die gern etwas leichtes, lockeres mit kultivierter Sprache lesen möchten!

5.) Acht Wochen verrückt von Eva Lohmann. Die Werbetexterin schreibt in ihrem Roman über die Erfahrung eine psychosomatische Klinik – oder wie sie es nennt: Klapse – acht Wochen von innen zu sehen. Aufgrund einer Depression. Ihre Selbstironie und pointierte Schreibe machen es leicht, der Protagonistin zu folgen, sie gern zu haben und ihr dabei zuzuschauen wie sie wieder zu sich selbst findet.

6.) Hinter dem Blau ist der erste Roman meiner Freundin Alexa von Heyden. Sie beschreibt wie sie nach dem Suizid ihres Vaters ihren Weg geht und das Geschehene verarbeitet. Das tolle ist: seit sieben Wochen steht das Buch vollkommen zurecht auf der Spiegel-Bestseller-Liste. So verdient! Wirklich sehr lesenwert!

7.)Lass mich die Nacht überleben ist von Jörg Böckem. Der Journalist beschreibt seine Leben als Junkie und wie er trotzdem unter anderem für den Spiegel weiter gearbeitet hat. Ich habs nach Erscheinen 2004 in gefühlt einem Atemzug weggelesen.

8.)So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! ist das Tagebuch über die Krebserkrankung von Künstler Christoph Schlingensief. Wie er mit jeder Zelle seines Körpers gekämpft hat. Leider hat er den Kampf gegen den Krebs nicht gewonnen. Aber mit diesem Buch hat er etwas sehr Besonderes hinterlassen. Ich war nie Fan seiner Kunstaktionen, aber ich bin großer Fan seines Buches. Es hilft dabei ansatzweise zu erahnen was jemand durchmacht der gegen diese schlimme Krankheit kämpft, macht Mut oder bringt einen einfach auch stellenweise nur laut zum lachen.

 

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